Mai 6, 2020

Das neue Podcastformat der EN-Agentur „Mit zeero zum hero“

Mit dem zeero-Podcast beschäftigen wir uns rund um die Themen Energie-, Effizienz- und Ressourcen-Optimierung. Wir möchten Unternehmen motivieren sich mit Ihrem eigenen CO2-Fußabdruck zu beschäftigen und diskutieren mit Gästen und Experten warum Klimaschutz in Unternehmen immer wichtiger wird.

In der ersten Folge erfährst du zusammen mit Matthias Graf von der Effizienz-Agentur NRW, welchen Einfluss Rohstoffabhängigkeit in der Krise hat und wie Ressourceneffizienz Unternehmen helfen kann diese Zeit besser zu überstehen. 

Neugierig? Dann viel Spaß beim reinhören:

YouTube: https://lnkd.in/d8nGBVJ

Soundcloud: https://lnkd.in/djNb_ke 

April 29, 2020

Geschäftsinhaber müssen Einhaltung der Maskenpflicht sicherstellen

Ab dem 27. April müssen in Nordrhein-Westfalen  im ÖPNV und in Geschäften Mund-Nasen-Schutzmasken getragen werden.
Das gilt für folgende Orte:

  • in sämtlichen Verkaufsstellen und Handelsgeschäften, die derzeit geöffnet sind; auch auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken in den gastronomischen Einrichtungen sowie in Einkaufszentren
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern, wenn bei Handwerks- und Dienstleistungen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann; ausgenommen sind Personen, die ein Fahrzeug lenken, wie z.B. Taxifahrer
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens
  • im Personenverkehr und seinen Einrichtungen – also in Bussen und Bahnen, auch des Fernverkehrs, auch in Schulbussen, an Haltestellen, Bahnhöfen und in Taxis

Die Maskenpflicht gilt für Kunden und Beschäftigte gleichermaßen – es sei denn, Beschäftigte werden durch andere Schutzmaßnahmen wie Abtrennungen durch Plexiglas etc. geschützt.

Wer ist für die Einhaltung der Maskenpflicht zuständig?
Laut neuer Coronaschutzverordnung vom 27. April ist die "Beachtung der Regelungen von den Geschäftsinhabern innerhalb ihrer Geschäftsräume genauso wie die bisherigen Vorgaben zu Mindestabständen, Personenbegrenzungen etc. sicherzustellen." Dazu aus einem FAQ des Landes NRW weiter: Der Inhaber des Hausrechts ist berechtigt, Personen ohne Maske den Zutritt zu versagen.

April 21, 2020

Gutscheine helfen, Lebensqualität zu sichern

Spielwarenladen, Friseursalon oder Boutique, Kultureinrichtung, Goldschmied oder Gaststätte, Buchhandlung, Freizeitangebotsanbieter oder Elektrofachgeschäft vor Ort aussuchen, Gutschein kaufen und damit für Einnahmen sorgen, obwohl die Betriebe geschlossen sind - dies können die Bürgerinnen und Bürger des Ennepe-Ruhr-Kreises inzwischen über eine Vielzahl von verschiedenen Gutscheinportalen in der Region.

Die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr hat seit Anfang April die Seite https://ennepe-ruhr.bleibtbunt.de gestartet.


Die Volksbank Sprockhövel eG unterstützt VR-ExtraPlus Hilft https://www.vr-extraplushilft.de/


Die Sparkasse Gevelsberg-Wetter, Hattingen, Schwelm, Sprockhövel unterstützen mit Gemeinsam helfen hilft https://helfen.gemeinsamdadurch.de/  


Auch in unseren Städten besteht die Möglichkeit zu unterstützen, so bei der ProCity Gevelsberg www.procity-gutschein.de .


„Es sind die lokalen Einzelhändler und Dienstleister um die Ecke, die unsere neun Städte vielfältig und lebenswert machen. Mit den obigen Angeboten können die Bürgerinnen und Bürger genau dieses Stück Lebensqualität an Ennepe und Ruhr in diesen alles andere als leichten Zeiten unterstützen“, so Jürgen Köder, Geschäftsführer der EN-Agentur.

April 17, 2020

NRW-Soforthilfen für Unternehmen und Selbstständige

Der Bund und das Land NRW haben zur Abmilderung ein umfassendes Sofortprogramm aufgelegt. Anträge werden bis zum 31.05.2020 angenommen. Der gesamte Antragsprozess läuft digital ab www.wirtschaft.nrw/corona.
Anträge per Post oder E-Mail werden nicht bearbeitet.

Hotline des Wirtschaftsministeriums NRW zum Programm: 
0211 61772-555 (täglich, auch am Wochenende, 8-18 Uhr)

Wer wird gefördert?

Anträge können von gewerblichen und gemeinnützigen Unternehmen, Solo-Selbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) gestellt werden, die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Haupterwerb als Freiberufler oder Selbstständige tätig sind,
  • ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben,
  • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind
  • maximal 50 Beschäftigte haben (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) und
  • ihre Waren oder Dienstleistungen bereits vor dem 31. Dezember 2019 am Markt angeboten haben.

Was wird gefördert?

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässe, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen durch einen Zuschuss unterstützt werden. (Zur Reduzierung von Personalkosten gibt es das Kurzarbeitergeld.)

Voraussetzung: erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn: 

  • mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise weggefallen ist (d.h. sich das Volumen des Auftragsbestandes mehr als halbiert hat)

ODER

  • die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert sind (für einen noch im März gestellten Antrag werden die Umsätze im Monat März 2020 gegenüber dem Monat März 2019 zugrunde gelegt. Wird der Antrag im April 2020 gestellt, ist der Vergleichsmonat April 2019. Kann der Vorjahresmonat nicht herangezogen werden (z.B. bei Gründungen), gilt der Vormonat.

ODER

  • die Möglichkeiten den Umsatz zu erzielen durch eine behördliche Auflage im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie massiv eingeschränkt wurden

ODER

  • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass) 

Der Antragsteller muss versichern, dass der Finanzierungsengpass nicht bereits vor dem 1. März bestanden hat. Der Antragsteller muss zusätzlich erklären, dass es sich bei dem Unternehmen zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht um ein "Unternehmen in Schwierigkeiten" handelte. Weitere Informationen dazu finden Sie unten.


Wie hoch ist die Förderung?

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Welche Informationen werden für die Antragstellung benötigt?

  • Zur Identifikation ist ein amtliches Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass, usw.) erforderlich.
  • Im Rahmen des Antrags ist die Handelsregisternummer oder eine andere Registernummer (soweit vorhanden) sowie das zugehörige Amtsgericht anzugeben.
  • Außerdem werden die Steuernummer des Unternehmens und die Steuer-ID eines der Eigentümer abgefragt.
  • Informationen zur Bankverbindung (IBAN + Kreditinstitut) des Firmenkontos für die Auszahlung.
  • Abgefragt werden außerdem die Art der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit (sog. Wirtschaftszweigklassifikation). Weitere Informationen hier.
  • Anzahl der Beschäftigten 

Weitere Informationen und umfassende FAQ finden zum Antragsverfahren finden Sie auf www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020


Unsere CORONA-Hotline 

02324/5648-0 

Bleiben Sie gesund!

Ihre EN-Agentur

April 16, 2020

Beschlüsse von Bund und Ländern vom 15.04.2020

Infektionsketten unterbrechen

In der Öffentlichkeit gilt wie bisher ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Bürgerinnen und Bürgern. Aufhalten soll man sich in der Öffentlichkeit nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen, die im eigenen Haushalt leben.

Um die Pandemie so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen, gelte es Infektionsketten zu erkennen, sagte Merkel. Deshalb unterstützten Bund und Länder den Einsatz von digitalem "contact tracing". Europäische und deutsche Datenschutzregeln werden dabei eingehalten. Eine solche App soll von den Bürgerinnen und Bürgern freiwillig genutzt werden.

Zudem warb die Kanzlerin für das Tragen von so genannten Alltagsmasken in der Öffentlichkeit - insbesondere im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen.

Bei Schulen "behutsam und schrittweise vorgehen"

Ab dem 4. Mai können vorrangig die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen und die Jahrgänge wieder in die Schule gehen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen. Das gilt auch für die letzte Klasse der Grundschule, da sie einen Schulwechsel vor sich haben.

Die Kultusministerkonferenz wurde beauftragt, bis zum 29. April ein Konzept für weitere Schritte vorzulegen, wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen insgesamt wieder aufgenommen werden kann.

Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen des laufenden Schuljahres sollten nach entsprechenden Vorbereitungen wieder stattfinden können.

Die Notbetreuung in den Kitas wird fortgesetzt und auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet.

Viele Geschäfte können öffnen

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern können wieder öffnen. Dabei müssen sie jedoch Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten. Unabhängig von der Verkaufsfläche, aber unter Beachtung der gleichen Auflagen, können Auto- und Fahrradgeschäfte sowie Buchhandlungen wieder öffnen.

Friseurbetriebe sollen sich darauf vorbereiten, dass sie ihren Betrieb ab dem 4. Mai wieder aufnahmen können. Ebenfalls unter Auflagen und unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung.

Anmerkung EN-Agentur: Wie die Hygiene- und Schutzauflagen aussehen, wird von den Kommunen festgelegt.

Großveranstaltungen bleiben untersagt

Da Großveranstaltungen in der Infektionsdynamik eine große Rolle spielen, bleiben diese mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.

Anmerkung EN-Agentur: Einheitliche Definition für Großveranstaltungen liegt noch nicht vor.

Weiterer Fahrplan

Die bisher getroffenen Einschränkungen gelten ansonsten weiter. Hier eine Übersicht.
Mit diesen Beschlüssen wollen Bund und Länder die Infektionsketten noch besser kontrollieren. Regelmäßig wird die Infektionsdynamik kontrolliert – vor allem die Auslastung des Gesundheitswesens. Danach ist zu entscheiden, ob und welche Schritte ergriffen werden können.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder werden am 30. April das Infektionsgeschehen sowie die wirtschaftliche und soziale Lage in Deutschland erneut bewerten. Im Lichte der Ereignisse können dann weitere Maßnahmen ab dem 4. Mai beschlossen werden.

Weiterführende Informationen

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-laender-corona-1744306

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-laender-beschluss-1744224

April 15, 2020

KfW-Schnellkredit 2020

Für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern können Anträge ab sofort gestellt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Die KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos

Konditionen

Laufzeiten und Zinssätze

  • Bis zu 10 Jahre Laufzeit – in dieser Zeit zahlen Sie Ihren Kredit zurück.
  • Auf Wunsch bis zu 2 tilgungsfreie Jahre zu Beginn – das senkt Ihre Belastung.

Der Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und wird spätestens mit Zusage der KfW festgelegt.

Kredithöhe und Auszahlung

  • Maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern bis einschließlich 50 Mitarbeitern.
  • Maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit mehr 50 als Mitarbeitern.

Pro Unternehmensgruppe  können maximal bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019 mitfinanziert werden.

Bis zur Erreichung des Kredithöchstbetrages können höchstens zwei Anträge gestellt werden. Diese sind bei derselben Hausbank einzureichen.

  • Die Auszahlung erfolgt zu 100 % des zugesagten Betrags
  • Sie können den Kreditbetrag nur komplett in einer Summe abrufen.
  • Die Abruffrist beträgt 1 Monat nach Zusage.

Leichter Zugang zum Kredit

  • Sie erhalten den KfW-Schnellkredit 2020 ohne Risikoprüfung.
  • Die KfW übernimmt 100 % des Kreditausfallrisikos von Ihrer Bank.
  • Als Kreditnehmer haften Sie zu 100 % für die Rückzahlung.
  • Sie brauchen nur wenige Unterlagen, mit denen Sie Ihre Zahlen nachweisen.

Rückzahlung

  • Während der tilgungsfreien Zeit zahlen Sie nur Zinsen – danach gleich hohe vierteljährliche Raten zuzüglich Zinsen auf den noch zu tilgenden Kreditbetrag.
  • Eine vorzeitige Rückzahlung ist möglich – ohne Vorfälligkeitsentschädigung .
  • Die Rückzahlung erfolgt über Ihre Bank.

Berechnen Sie die Höhe der Raten und den Tilgungsplan  mit unserem Tilgungsrechner.

Sicherheiten

Sie müssen keine Sicherheiten stellen wie sonst bei Krediten üblich. Ihre Bank holt nur eine Auskunft einer allgemein anerkannten Auskunftei (z.B. Schufa) ein.

April 8, 2020

Vernetzung und Zusammenarbeit in der Coronakrise – Dr. Ulrich Irle HUEHOCO Group

Dr. Ulrich Irle, Managing Director der HUEHOCO Group Holding GmbH und Ko.KG, erzählt vom Umgang mit der Corona Lage in der Fabrik. Nötige Vernetzung kann dabei auch neue Chancen bergen.


Unsere CORONA-Hotline
für Unternehmen und Selbstständige

02324/5648-0 

Bleiben Sie gesund!

Ihre EN-Agentur

April 7, 2020

#supportyourlocal – Kampagne gestartet

Die EN-Agentur startet ihre Videokampagne #SupportYourLocal
Hier stellen sich Händler*innen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis vor und erzählen wie man ihnen am besten durch die Coronakrise helfen kann.
Auch wenn die Türen geschlossen bleiben, müssen die Kunden nicht auf ihre Lieblingsläden aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis verzichten.

Mehr Informationen auf:
www.ennepe-ruhr-liefert.de

Inka Beermann von der Buchhandlung Herdecke
Confiserie Harmonie von Ariane Hensch und Sven Walton aus Hattingen
Gabi Haupt von Gabi Haupt Mode in Hattingen
Muriel Grondman alias MÜ von MÜ Woman aus Schwelm
Elke Link von Wohnsinn in Gevelsberg
Vera Gebauer von Gemüse Gebauer aus Witten
Lucas Kemna von Lulus Coffee Factory in Sprockhövel
Peter Gerblich vom Schnupperlädchen in Herdecke
Marion Graf von Lecker To Go aus Hattingen
Carmen Iliohan vom Kosmetikstudio Carmen aus Ennepetal
Beatrice Züchner von der Brillengalerie Voerde
Vinothek Christho aus Wetter
Gasthof zur Post aus Breckerfeld

April 6, 2020

COVID-19 – FAQs für Unternehmen und Selbstständige

Allgemeine Informationen
Allgemeine Fragen zu COVID 19   Das Bundeswirtschaftsministerium hat unter der Rufnummer 030 18615-1515 eine Hotline eingerichtet, unter der Experten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr die Coronavirus-Fragen von Unternehmern beantworten, etwa zu Tourismus, Messen, Finanzierung oder Haftung. Auf einer Sonderseite beleuchtet das Ministerium zudem die Auswirkungen des Erregers auf die Wirtschaft. Beim Robert Koch-Institut gibt es eine Liste von Fragen und Antworten  sowie  aktuelle Informationen zum neuartigen Coronavirus.
Das ist in NRW aktuell verboten, erlaubt oder eingeschränkt möglich Der Westfälischer Anzeiger bietet einen aktuellen Überblick
Checkliste: Was Unternehmen jetzt tun können Mit Einhaltung der Hygieneregeln, die auch zum Schutz vor luftübertragbaren Infektionskrankheiten wie z.B. Influenza gelten, verringert sich die Ansteckungsgefahr von Infektionskrankheiten bzw. die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung erheblich:
- Händeschütteln vermeiden 
- Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
- Hände aus dem Gesicht fernhalten 
- Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge 
- Im Krankheitsfall Abstand halten 
- Geschlossene Räume regelmäßig lüften

Die jeweils für Ihren Betrieb zuständige Berufsgenossenschaft bietet Aushänge für Hygieneinfos an. Eine Liste von Berufsgenossenschaften finden Sie auf der Seite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGVU).
Für die Allgemeinheit bietet zudem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Infografiken zum Download an.  
Eine weitere Möglichkeit ist, je nach den betrieblichen Möglichkeiten das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen.
Anstelle von Dienstreisen können womöglich auch Videokonferenzen oder Telefonkonferenzen durchgeführt werden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat bereits vor zehn Jahren ein „Handbuch Betriebliche Pandemieplanung“ herausgegeben und seitdem aktualisiert. An dessen Erstellung haben Experten von Daimler, Voith oder IBM mitgewirkt. Darin sind zahlreiche Checklisten mit Punkten wie „Kernfunktionen des Betriebs festlegen“ oder „Schutzausrüstung beschaffen“. Eine Kurzinformation kann als PDF heruntergeladen werden. 
Was passiert in einem Verdachtsfall oder wenn sich ein Mitarbeiter infiziert Als Verdachtsfälle gelten derzeit Patienten, die Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und sich bis 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit einem Erkrankten hatten. Treten bei Mitarbeitern in Ihrem Betrieb Symptome einer Covid-19-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem informiert die Behörde Sie unter anderem darüber, wie Sie sich zu verhalten haben.    Die für Sie zuständige Nebenstelle finden Sie hier.  
Infizierte werden in der Regel vom Gesundheitsamt zu ihren Kontakten in den vergangenen Tagen und zu Symptomen befragt, sie werden namentlich registriert und gegebenenfalls Labortests unterzogen. Hier sollten Sie mit dem Amt kooperieren. Für Kontaktpersonen, die Symptome aufweisen aber nicht schwer krank sind, kann das Gesundheitsamt eine Heim-Quarantäne anordnen. 
In welchen Situationen kann ich als Arbeitgeber*in – ohne betrieblichen Zwang – meine Mitarbeiter*innen von der der Arbeit freistellen? Bei Verdacht einer konkreten Ansteckungsgefahr ist der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin aufgrund seiner Fürsorgepflicht berechtigt und verpflichtet, den Beschäftigten, von dem eine Ansteckungsgefahr ausgehen könnte, sowie die übrigen Beschäftigten von der Arbeit freizustellen. Dies gilt zumindest bis die tatsächlichen Umstände und Ansteckungsgefahrensituation geklärt sind. Im Einzelfall können Unternehmen auch berechtigt sein, von einer Reise zurückgekehrte Arbeitnehmende nach Ansteckungsrisiken zu befragen oder sogar eine betriebsärztliche Untersuchung der Beschäftigten zu veranlassen (Fürsorgepflicht gegenüber der Belegschaft).
Darf ein Arbeitnehmer der Arbeit fernbleiben, weil er Angst vor Ansteckung hat? Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber aber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Arbeitnehmer von der Arbeit freizustellen oder Arbeit im Homeoffice zu erlauben, wenn diese Möglichkeit besteht. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beantwortet häufig gestellte Fragen zum Arbeitsschutz.  
Was kann ich sonst noch tun? Auch unabhängig vom Corona-Virus ist es für Unternehmen immer empfehlenswert, für den Fall einer Erkrankung des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin einen „Notfallkoffer“ zu packen, der etwa mit Vollmachten, einem Vertretungsplan, Informationen zu Kunden- und Lieferantenstrukturen und einer Dokumentenmappe mit Bankverbindungen, Passwörtern versehen ist.   


Entgeltansprüche, Finanzielle Überbrückung und Liquiditätssicherung  
Am 13. März hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket verabschiedet. Was beinhaltet dieses? Das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium haben am 13. März 2020 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus vorgelegt. Dies umfasst folgende Punkte:
- Kurzarbeitergeld flexibilisieren
- Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen
- Stärkung des Europäischen Zusammenhalts
Die Maßnahmen sind ausführlich auf dieser Seite der Bundesregierung erläutert. Eine Übersicht von Service-Hotlines finden Sie auf dieser Seite des Bundesfinanzministeriums.
Was passiert, wenn Mitarbeiter*innen wegen des Virus nicht arbeiten dürfen? Kann eine Entschädigung für betroffene Betriebe und Selbstständige beantragt werden?   Für die Erkrankten gelten im Falle einer Arbeitsunfähigkeit während der ersten sechs Wochen zunächst die normalen Regeln der Lohnfortzahlung. Danach erhalten gesetzlich Versicherte Krankengeld. Wenn die Gesundheitsbehörde ein Beschäftigungsverbot angeordnet hat, hat das Unternehmen Anspruch auf Entschädigung vom Staat, muss jedoch – längstens für sechs Wochen – zunächst in Vorleistung treten. Zuständig für den Ennepe-Ruhr-Kreis ist der Landschaftsverband Westfalen Lippe. Anträge auf Entschädigung müssen schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Ende der Quarantäne beziehungsweise Absonderung beim zuständigen Landschaftsverband gestellt werden. Weitere Informationen und Antragsformulare

Telefonische Auskunft des Landschaftsverband Westfalen Lippe: 
0251-591-8218
0251-591-8411
0251-591-8136  
Wer zahlt Gehalt, wenn Mitarbeiter*innen unter Quarantäne gestellt werden, ohne selbst erkrankt zu sein? Diejenigen, die ohne Krankheit vorsorglich unter Quarantäne stehen, haben per Gesetz einen Anspruch auf Verdienstausfall in Höhe ihres Nettoeentgelts. Den übernimmt zunächst das Unternehmen; innerhalb von drei Monaten kann er nach § 56 Infektionsschutzgesetz einen Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Beträge stellen. Download Antragsformular  
Ich bin selbstständig und am Virus erkrankt und/oder (vorsichtshalber) in Quarantäne und kann/darf nicht arbeiten. Habe ich Anspruch auf Entschädigung?   Auch für Selbstständige gibt es staatliche Entschädigungsansprüche, wenn sie wegen einer Corona-Erkrankung oder eines Verdachtes einer Infektion nicht arbeiten können oder wegen einer Quarantäne nicht dürfen. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach dem Gewinn, der im Steuerbescheid für das vergangene Kalenderjahr festgestellt wurde.
Download Antrag Entschädigung Selbstständige  
Was ist, wenn eine große Zahl von Arbeiternehmer*innen erkrankt, Auftrags- oder Lieferengpässe eintreten und deshalb der Betrieb nicht aufrechterhalten werden kann? Treten Auftrags- oder Lieferengpässe auf, ist es möglich, dass Unternehmen Kurzarbeit beantragen. Zunächst muss ein Betrieb aber alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, um Kurzarbeit zu vermeiden (z.B. Urlaub, Überstundenabbau, Homeoffice, etc.). Die Regelungen für die Kurzarbeit sind bereits angepasst worden. Es wurden erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt:
- Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
- Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
- Leiharbeitnehmer*innen können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld
- Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden.  
Die Bundesagentur für Arbeit informiert über die Voraussetzungen von Kurzarbeitergeld.  
Gibt es Möglichkeiten, Liquiditätsengpässe zu überbrücken? Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen verbessern. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleitet.  
Die KfW-Bank informiert über die bestehenden Kreditprogramme.  
Zusätzlich berät Sie das Service-Center der NRW.Bank unter 0211-91741 4800 kostenlos zu den passenden Förderprogrammen.  

Bleiben Sie gesund!

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